Das erste Mal mit dem Gedanken eines eigenen Gartens habe ich mich im Winter 2013/2014 beschäftigt und dann ging alles ganz schnell: Nach dem Motto "Learning by doing" legte ich also direkt mit Unterstützung von meinem Freund, meiner Familie und Freunden los - aus rund 400 qm Brachland mit Unkraut soll in den nächsten Monaten unser Garten zum Leben, Entspannen, Genießen und Feiern werden. In meinem Blog möchte ich euch an der Entstehung meines persönlichen Glückes, meiner Freiheit und Selbstverwirklichung teilhaben lassen.

"Wer der der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sich verstrickt"
(Karl Förster)


Montag, 17. Februar 2014

Es geht los!

Hummeln im Hintern

Ganz nervös und hibbelig sitze ich auf der Arbeit! Es ist die dritte Februarwoche und es geht endlich los... Letzte Woche habe ich zusammen mit meinem Freund die fünf Bäume umgemacht. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt und wir haben im Regen arbeiten müssen. Man kann sich ja nicht alles aussuchen. Als es ein wenig trockener wurde haben wir uns den Schredder ausgeliehen und noch eine Birke gefällt, die drohte umzustürzen. Diesmal war auch der Herr Papa tatkräftig bei der Arbeit mit dabei. Ein Nachbar hat sich über das Holz gefreut. Wir haben eine Firma gefunden die uns den rund 100 Meter langen Zaun setzt und noch dazu die Baumwurzeln entfernt. Insgesamt wurden 3 große und 5 kleine Baumwurzeln entfernt, die sich über die Jahre angesammelt haben. Das "größte" Exemplar welches entfernt wurde war die Wurzel des alten Kirschbaums, der schon viele Jahre gefällt ist. Unsere nächste Aufgabe - die Wurzeln müssen entsorgt werden.





Zaunkönig

Nachdem die grobe Arbeit erledigt wurde, ging es an das Zaunsetzten. Bevor der Zaun gesetzt wurde, besorgte ich mir beim zuständigen Amt den Bebauunsplan, damit wir nicht irgendwann ein böses Erwachen haben. Unser Grundstück liegt nämlich direkt am Naturschutzgebiet, indem keine Bebauungen mehr zulässig sind. Nachdem das "rechtliche" geklärt war, wurde auf einer Länge von rund 100 Meter ein 1,25m hoher grüner Maschendrahtzaun mit 2 Toren gesetzt. Die Pfähle wurden einbetoniert, damit wir uns auch noch in vielen Jahren an dem Zaun erfreuen. Von den Materialkosten war ich schlicht weg erschlagen. Glücklicherweise haben wir ein Pauschalangebot erhalten, aber es ist doch erstaunlich was so ein Zaun kostet.



Schlüsselübergabe

Die Pfähle waren innerhalb von zwei Tagen gesetzt, nach nochmal zwei Tagen "Trocknungszeit" konnte der Zaun gezogen werden. Die Trocknungsphase war leider durch viel Regen gekennzeichet und ich hatte schon die schlimmsten Befürchtungen, aber es hat dem Beton zum Glück gar nichts ausgemacht. An dem Tag der "Schlüsselübergabe" gab es Fleischkäse für die fleißigen Arbeiter. Dank ihnen bin ich dem Gartentraum einen großen Schritt näher gekommen. Jetzt muss nur das Wetter in den nächsten Tagen wieder besser mitspielen, damit es weitergehen kann.






Dienstag, 4. Februar 2014

Das "Schlachtfeld"

Die Aufnahmen sind im Februar 2014 entstanden. Nun sieht das Ganze nicht mehr ganz so schön aus wie im Spätsommer - ca. 6 Monate zuvor. Der Umfang der Arbeiten ist schwierig einzuschätzen. Ich schaue mir fast täglich dieses "Chaos" an. Mal gehe ich sehr motiviert nach Hause, aber an anderen Tagen bin ich sehr betrübt und zweifele an meiner Idee. Ganz ans Aufgeben denke ich nie. Schon als Kind war es so, dass wenn ich etwas wollte habe ich es durchgesetzt. Und mein Wille ist immernoch so stark wie zuvor.


Ca. die Hälfte des Grundstücks ist durch Disteln und Brennesselnpflanzen verunreinigt. Dieser Bereich muss komplett umgegraben werden, um möglichst viele Wurzeln zu entfernen, da sonst kein problemloses anpflanzen von Rasen, Gemüse und Sträuchern möglich ist. Ich hoffe dafür noch einige Helfer motivieren zu können, da ich sonst wahrscheinlich noch nächstes Jahr grabe ;)

 

Außerdem müssen noch drei Tannen und zwei Apfelbäume, die leider kaputt sind, gefällt werden. Glücklicherweise kann dies mein Freund machen, da er im Umgang mit der Kettensäge erfahren ist. Noch dazu haben wir das Glück von einem Bekannten einen Schredder zu erhalten, sodass die Äste direkt entsorgt werden können.


Um zu Verhindern, dass weitere "Abkürzer" unbefugt über unser Grundstück ihren Weg suchen, haben wir den Weg mit Absperrband großzügig abgesperrt. Leider hält das immernoch nicht alle Personen vom Betreten ab. Durch den starken "Durchgangsverkehr" ist der Boden im Bereich des Weges stark verdichtet und lehmig.